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Rosen



Welche Gruppe von Rosen schneide ich wie? Nach oben

Regelmäßige Schnittmaßnahmen stellen bei Rosen die wichtigste Pflegemaßnahme dar. Nur durch einen fachgerechten, den einzelnen Rosengruppen angepassten Schnitt, werden Wuchsfreudigkeit, Blütenreichtum und Gesundheit der Rose auf Dauer erhalten und gefördert. Der beste Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist das Frühjahr, wenn die Knospen anfangen zu treiben. Rückschnitttermin ist am besten immer dann, wenn die Forsythien blühen. Dann zeigt sich, welche Augen einen zuverlässigen Austrieb bringen. Grundvoraussetzung ist eine scharfe Rosenschere, so dass glatte Schnittflächen entstehen. Der Schnitt erfolgt mindestens einen halben Zentimeter über dem gut entwickelten Auge, das nach außen zeigt. Die Schnittfläche ist immer vom Auge weg, leicht schräg, anzulegen, damit das Wasser nicht über das Auge abläuft. Als allgemeine Faustregel gilt: je stärker geschnitten wird, um so kräftiger ist der neue Austrieb.
Beetrosen (Polyantha-, Floribunda- und Edelrosen)
Bei Beetrosen ist ein alljährlicher Schnitt unbedingt erforderlich, da diese sonst verkahlen und der Blütenreichtum nachlässt. Als erste Schnittmaßnahme werden alle abgestorbenen sowie schwachen Triebe, die keinen befriedigenden Wuchs erwarten lassen, entfernt. Dann werden die Triebe ausgeschnitten, die entweder ins Innere des Strauches wachsen oder zu dicht stehen und sich gegenseitig kreuzen. Der weitere Rückschnitt erfolgt nun individuell je nach Wüchsigkeit der Sorte. Stärker wachsende Sorten, die man an kräftigen, stark ausgebildeten Trieben erkennt, schneidet man auf etwa 6 - 8 Augen zurück. Schwächer wachsende Sorten werden auf 3 - 5 Augen zurückgenommen.
Einmalblühende Strauch- und Wildrosen
Da sich die Blüten dieser Rosengruppe erst am mehrjährigen Holz bilden, entfällt hier ein jährlicher Rückschnitt der Triebe. Nur so können sich einmalblühende Strauch- und Wildrosen in ihrem Blütenreichtum und Habitus voll entfalten. Der Schnitt beschränkt sich daher auf das Auslichten von Totholz und das Ausschneiden eventuell zurückgefrorener Spitzen. Zusätzlich empfiehlt sich, jährlich 1 - 2 überständige, alte Äste ganz zu entfernen, um so eine kontinuierliche Verjüngung zu erzielen, ohne dass der Habitus der Sträucher zerstört wird.
Dauerblühende Strauchrosen und Englische Rosen
Die dauerblühenden Strauchrosen werden ähnlich wie die Beetrosen einem regelmäßigen Frühjahrsschnitt unterzogen. Zuerst wird altes und abgestorbenes Holz ausgeschnitten, außerdem werden überalterte Triebe ganz entfernt. Alle kräftigeren Haupttriebe werden etwa um ein Drittel eingekürzt, während schwächere Triebe auf einige kräftige Augen zurückgeschnitten werden. Zusätzlich werden die schwachen Seitentriebe eingekürzt oder ganz entfernt. Beim Rückschnitt dieser Gruppe ist vor allem auf die Beibehaltung der natürlichen Wuchsform zu achten. Kräftig zurückgeschnittene Strauchrosen blühen anhaltender und reicher, ohne Schnitt würden sie im Laufe der Jahre verkahlen.
Bodendeckerrosen
Ein Rückschnitt ist nur dann erforderlich, wenn die Rosen zu wuchtig werden oder eine Verjüngung erforderlich ist. Bodendeckerrosen sind sehr schnittverträglich und können durch einen starken Rückschnitt mit der Heckenschere auf eine Höhe von ca. 20 cm zurückgenommen werden.
Hochstammrosen
Auf Hochstämmen sind meist Edel- oder Floribunda-Rosen veredelt, so dass die notwendigen Schnittmaßnahmen denen der Beetrosen ähneln. Hochstammkronen sollten möglichst rund und nicht zu locker aufgebaut sein. Um blühfreudige Kronen zu erzielen, schneidet man die Triebe jährlich auf ca. 15 - 20 cm zurück. Die Schnittaugen werden so gewählt, dass eine möglichst regelmäßige und ausgeglichene Krone entsteht. Abgestorbenes Holz und sich kreuzende Äste werden entfernt.
Einmalblühende Kletterrosen (Rambler)
Die Schnittmaßnahmen beschränken sich bei den einmalblühenden Kletterrosen auf das Auslichten von Totholz. Da sie am zweijährigen Holz blühen, werden die langen Triebe, die sich im Vorjahr gebildet haben, geschont. Einmalblühende Kletterrosen sollte man frei wachsen lassen und nur dann schneiden, wenn sie über den ihnen zur Verfügung stehenden Platz hinauswachsen. Falls ein Rückschnitt erforderlich wird, sollte unmittelbar nach der Blüte geschnitten werden, damit die neuen Triebe noch bis zum Winter verholzen und ausreifen können. Größere Schnittmaßnahmen zur Verjüngung sind während der Vegetationsruhe im Frühjahr vorzunehmen.
Öfterblühende Kletterrosen
Öfterblühende Kletterrosen blühen bevorzugt am zwei- und mehrjährigen Holz. Deshalb ist zu beachten, dass die mehrjährigen Triebe in der Überzahl vertreten sind. Anzustreben ist ein Verhältnis von 4 Teilen mehrjähriger Triebe und einem Teil einjähriger Triebe. Um eine ausgeglichene Neutriebbildung zu erzielen, sollten überalterte Triebe kontinuierlich entfernt werden. Die an den Haupttrieben befindlichen Seitentriebe werden auf 2 bis 5 Augen eingekürzt.
Sommerschnitt
Der Sommerschnitt stellt bei allen öfter- und dauerblühenden Rosengruppen eine wichtige Schnittmaßnahme dar, da die Blühwilligkeit und der Blütenreichtum durch das regelmäßige Entfernen der verblühten Rosen positiv beeinflusst werden. Die verblühten Blüten oder Blütendolden werden bis zum ersten voll entwickelten, fünfzähligen Laubblatt weggeschnitten, denn dort sitzen gut entwickelte Augen. Bei den einmalblühenden Strauchrosen entfällt der Sommerschnitt, da diese durch dekorative Hagebutten zieren.
Herbstschnitt
Ein Herbstschnitt ist nur bei Beetrosen erforderlich, um so das Anhäufeln der Rosen zu erleichtern. Hierzu werden die Rosen auf eine Höhe von 60-70 cm zurückgeschnitten. Bei den anderen Rosengruppen kann auf den Herbstschnitt verzichtet werden, da weder die Wüchsigkeit noch die Blühintensität durch den Herbstschnitt gesteigert werden.

Was bekommen meine Rosen an Krankheiten und Schädlingen? Nach oben

Viele Rosen bringen aus der Züchtung heraus eine gute Blattgesundheit mit. Keine Rose ist allerdings resistent gegenüber Blattkrankheiten oder gar -schädlingen. Eine ausgewogene Düngung, der konsequente Rückschnitt im Frühjahr, die richtige Pflanztiefe, ein gut belüfteter Standort und eine regelmäßige Befallskontrolle sind der beste Schutz vor Krankheiten und Schädlingen.
Die häufigsten Rosenschädlinge sind:
Blattläuse
Blattläuse treten bevorzugt bei warmer und trockener Witterung auf. Die Hauptbefallszeit ist im Frühjahr und Sommer. Sie hemmen das Wachstum der Pflanze und führen zu verkrüppelten Blättern, Trieben und Knospen. Die Tiere überwintern als Eier auf den Trieben und schlüpfen nach dem Austrieb im Frühjahr. Im Herbst werden erneut Eier an den Trieben für das neue Jahr abgelegt. So besteht immer ein Kreislauf.
Bei leichtem Befall regelt sich das Vorkommen durch Nützlinge wie Marienkäfer. Bei stärkerem Befall kann eine Behandlung mit zugelassenen Insektiziden erfolgen.
Spinnmilben
Winzige, orangerote Spinnmilben findet man an heißen, trockenen Standorten. Besonders überdachte Standorte sind spinnmilbengefährdet. Sie halten sich an der Blattunterseite auf und schädigen die Rose durch enorme Saugtätigkeit. Die Blätter sind oberseits mit weißgelben Punkten gesprenkelt und mit feinen Gespinsten verbunden, schließlich fallen sie vorzeitig ab. Bei Befall empfiehlt sich die abwechselnde Behandlung mit verschiedenen zugelassenen Spritzmittel. Spinnmilben sind schwer zu bekämpfen, da die meisten Mittel entweder die Eier oder adulte Tiere abtöten. Tiere im Larvenstadium überleben und breiten sich aus.
Spinnmilben sind oftmals ein Standortproblem. An überdachten Stellen wie Balkone, Terrassen oder Dachüberstände stehen die Pflanzen regengeschützt und bieten einen idealen Platz für Spinnmilben. Sind die Rosen in Kübel gepflanzt, so reicht oftmals ein Umstellen ins Freiland aus, um den Befall zu minimieren.
Rosenblattwespe
Ein Schädling, mit dem man im Rosengarten nicht jedes Jahr zu tun hat, ist die glänzend schwarze Rosenblattwespe. Sie fliegt von Mai bis Juni und legt ihre Eier auf die Blattunterseite des Rosenstrauchs. Es entstehen grüne, schneckenähnliche Larven mit gelber Unterseite. Die Larven werden ca. 1cm lang und verpuppen sich, nachdem sie sich am Rosenlaub satt gefressen haben, im Boden. Es entsteht ein Fensterfraß, wobei die Blattoberhaut zunächst unbeschädigt bleibt, später Lochfraß. Es treten starke Verluste der Assimilationsfläche auf. Zur Bekämpfung können zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen stechende, saugende oder beißende Insekten verwendet werden. So wird in einer Spritzung die Rosenblattwespe, Rosenblattrollwespe und Blattläuse erreicht. Mehrmalige Anwendung nötig.
Rosentriebbohrer
Der Rosentriebbohrer bezeichnet die Larve der Blattwespe. Die erste Generation fliegt im Mai und legt ihre Eier an den Trieben der Rose ab. Nach dem Schlüpfen bohren sich die Larven in den Stängel der Rose und ernähren sich vom Mark. Der aufwärtsbohrende Rosentriebbohrer frisst sich durch das Mark nach oben, der abwärtsbohrende Rosentriebbohrer hingegen nach unten. Die Triebe können welk werden und die ausgehöhlten Stängel können abbrechen. Ein Hinweis auf einen Befall des Triebbohrers können Bohrlöcher sowie Bohrmehl auf anderen Blättern sein. Befallene Pflanzen sollte man soweit zurückschneiden, dass die befallenen Stellen komplett entfernt werden. Die abgeschnittenen Zweige und Triebe sollten in der Mülltonne entsorgt werden wegen der Gefahr eines erneuten Befalls der Rosen. Die Rosenblattwespe kann mit bis zu zwei Generationen pro Jahr auftreten. Die Larven verpuppen sich meist im Boden. Die zweite Generation fliegt ab Ende Juli. Die Larven fressen bis September, sie überwintern in Kokons im Boden und verpuppen sich dort im darauf folgenden Frühjahr.
Rosenblattrollwespe
Die Rosenblattrollwespe sucht jedes Jahr von Mitte Mai bis Anfang Juni den Rosengarten heim. Die kleine schwarze Wespe legt ihre Eier an den Rand eines Rosenblattes. Dieses fängt nach kurzer Zeit an, sich nach innen einzurollen. Eine ideale Schutzhülle für die jungen Larven, die sich so vor Feinden geschützt entwickeln können. Leider macht dieser Umstand auch die Bekämpfung der Larven schwer, denn die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel erreichen die Larven nur schlecht bis gar nicht. Deshalb sollte als erste Bekämpfungsmaßnahme die befallenen Blätter der Rose entfernt werden. Auch wenn die Rose dadurch kahl erscheint, treibt sie relativ schnell wieder durch und blüht zuverlässig. Die Rose nimmt durch diesen Schädling nur wenig Schaden, da er so schnell verschwindet, wie er gekommen ist. Die Larven lassen sich aus den Rosenblättern auf den Boden fallen, wo sie in der Erde überwintern und sich im nächsten Frühjahr verpuppen.
Rosenzikade
Die Rosenblätter zeigen anfänglich eine feine, weißgelbe Sprenkelung der Blätter. Sie beginnt meist entlang der Blattadern und breitet sich später auf das ganze Blatt aus. Die Schäden sind ähnlich wie bei Spinnmilben. Der Verursacher dieses Schadbildes ist die blattunterseits lebende Rosenzikade. Die Zikade ist ca. 3 mm lang und blassgrün, die Larven sind cremefarbig. Die erwachsenen Rosenzikaden springen bei Berührung der Blätter unruhig auf und fliegen davon. Die Rosenzikade und ihre Larven stechen das Pflanzengewebe an und saugen den Pflanzensaft. Vor allem bei warmer Sommerwitterung können sie sich gut vermehren. Die Überwinterung erfolgt als Ei, welches von der zweiten Zikadengeneration im Herbst in die Rinde des Rosentriebes gelegt wird.
Wenn in warmen Sommern mit einer starken Vermehrung zu rechnen ist, können Pflanzenschutzmittel gegen saugende Insekten nach Gebrauchsanleitung eingesetzt werden.
Die häufigsten Rosenkrankheiten sind:
Echter Mehltau
Die richtige Standortwahl ist entscheidend. Trockene, schlecht belüftete Standorte wie auch überdachte Standorte fördern die Ausbreitung dieses Pilzes. Ein mehlig weißer, schimmelartiger Belag zeigt sich zuerst an jungen Blättern und Trieben und kann später auch Knospen, Blüten und ältere Blätter befallen. Blätter und andere befallene Pflanzenteile werden deformiert und trocknen allmählich ein. Der Echte Mehltau wird in geringer Ausbreitung von der Rose toleriert und ist für die Pflanze nicht lebensbedrohend, er kann sie aber anfälliger für gefährlichere Krankheiten machen. Eine Überwinterung des Pilzes findet an alten Knospen statt. Aus diesen Pilzsporen kommt es im Frühjahr zur Neuinfizierung der anderen Pflanzenteile. Bekämpfungsmaßnahmen: im Frühstadium kann auch das Wegschneiden befallener Pflanzenteile helfen. Vorbeugend und bei Befall hilft abwechselndes Spritzen mit geeigneten Pflanzenschutzmitteln. Kalibetonte Düngung. Nach Möglichkeit bei der Pflanzung auf mehltauunanfällige Rosensorten zurückgreifen.
Falscher Mehltau
Falscher Mehltau an Rosen tritt bei kühlen, feuchten Temperaturen auf und verbreitet sich durch Wasserinfektion. Im Frühjahr erkennt man ihn an runden violetten Flecken auf der Blattoberseite, die sich zu Flächen zusammenschließen können, oft entlang der Blattmittelrippe. Im Herbst zeigt sich ein gräulicher, schimmelartiger Belag, der überwiegend die Blattunterseite befällt. Später können sich gelb-braune Flecken bilden. Die befallenen Blätter fallen ab und der Trieb im folgenden Jahr wird geschwächt. Falscher Mehltau kann eine ganze Pflanze zum Absterben bringen. Dieser Mehltaupilz ist der schlimmste Blattpilz, ist aber eher ein Problem in den Rosenanzuchtbetrieben. Folgende Bekämpfungsmaßnahmen kommen in Betracht: Bei kühlen, feuchten Temperaturen kann vorbeugend ein geeignetes Pflanzenschutzmittel gespritzt werden. Bei ersten Krankheitszeichen sollten die befallenen Pflanzenteile entfernt und vernichtet sowie mit dem abwechselnden Einsatz verschiedener Spritzmittel begonnen werden.
Zur Infektion ist Blattnässe notwendig, daher sollte besonders in den Sommermonaten auf ein möglichst trockenes Blatt geachtet werden. Möglichst in den Morgenstunden wässern. Zudem sollten windoffene Pflanzungen und mehltauunanfällige Sorten gewählt werden.
Rostpilze
Der Rosenrost kann auf abgefallenen Blättern den Winter überstehen und ab etwa Mitte Juni die Pflanze infizieren. Im zeitigen Frühjahr werden Sporen gebildet, die mit dem Wind verbreitet werden und die ersten Infektionen an den Rosenblättern wieder einleiten.
Kühle, feuchte Standorte und Perioden mit längerer Feuchtigkeit fördern die Entwicklung von Rosenrost. Zu erkennen ist er im Frühstadium an orangefarbenen Pusteln an der Blattunterseite und später an kleinen gelbroten Flecken auf der Blattoberseite. Befallene Blätter fallen ab und die Rose wird allgemein geschwächt, sie kann sogar absterben. Folgende Bekämpfungsmaßnahmen kommen in Betracht: Die Rosen müssen vorbeugend im Frühjahr mit geeigneten Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, abwechselnd mit verschiedenen Wirkstoffen. Befallene Pflanzenteile sollten entfernt und vernichtet werden. Auf geeignete Sortenwahl achten.
Sternrußtau
Der Sternrußtau ist neben dem Echten Mehltau der bekannteste Schadpilz an Rosen. Die Überwinterung des Erregers erfolgt hauptsächlich in den Blättern, aber auch Triebknospen können bei starkem Auftreten des Pilzes infiziert und zur Überdauerung genutzt werden.
Zu schattige und feuchte Standorte begünstigen die Entwicklung von Sternrußtau. Die Verbreitung findet durch Flugsporen statt, die Infektion meist durch altes, befallenes Laub. Mulchen sollte vermieden werden, da der Pilz hier überdauern kann. Auf den Blättern bilden sich strahlenförmige violettbraune bis schwarze Flecken. Die Blätter verfärben sich gelb und fallen schließlich ab. Folgende Bekämpfungsmaßnahmen kommen in Betracht: Die Rosen müssen vorbeugend im Frühjahr mit geeigneten Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, abwechselnd mit verschiedenen Wirkstoffen. Befallene Pflanzenteile sollten entfernt und vernichtet werden. Über die Sortenwahl lässt sich das Schadausmaß begrenzen. Vollsonnige, windoffene Lagen wählen und auf ausreichende Pflanzabstände achten.
Grauschimmel
Einer der am weitesten verbreiteten Pilze ist der Grauschimmel (Botrytis). Aufgrund seiner geringen Ansprüche und der Vielzahl an Wirtspflanzen ist er sehr bekannt. Der Pilz ist in der Lage, schon ab 3°C zu wachsen und Pflanzen zu infizieren. An den Zweigen entstehen braune Flecken, die bei einem triebumfassenden Auftreten zum Abschnüren der darüber liegenden Teile führen. Die Blüten können ebenfalls befallen werden. Sie bleiben geschlossen, bekommen fahle Flecken, bedecken sich mit einem mausgrauen Schimmelrasen und faulen.
Der Pilz überwintert auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Durch Wind und Luftfeuchtigkeit können sich die Sporen während der gesamten Vegetationszeit in der Luft befinden. Dieser Pilz infiziert die Rosen bei feuchtem, regnerischem und trübem Wetter. Zur Vorbeugung und Bekämpfung lässt sich folgendes empfehlen: Zu schattige und feuchte Standorte meiden. Wichtig sind ausreichende Pflanzabstände und eine gute Durchlüftung der Bestände, damit Blätter, Blüten und Triebe nach Niederschlägen rasch abtrocknen. Falls eine zusätzliche Bewässerung der Pflanzen nötig sein sollte, so sollte diese nicht über die Pflanze gegeben werden. Zudem ist auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Befallene Pflanzenteile sollten regelmäßig entfernt werden. Bei der Bekämpfung gegen die Hauptschaderreger wird dieser Pilz oft mit erfasst.

Wie und wann dünge ich meine Rosen? Nach oben

Um Rosen vital und blühfreudig zu erhalten ist es empfehlenswert, sie mindestens ein- bis zweimal im Jahr mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Auf sehr nährstoffreichen Lehmböden kann auch nur alle zwei Jahre gedüngt werden. Steht den Pflanzen zu viel Nährstoff zur Verfügung ist es für die Pflanzengesundheit negativ. Empfohlen wird daher eine mäßige Düngung mit organischem oder mineralischem Rosendünger.
Rein organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Knochenmehl haben den Vorteil, dass sie nur langsam von den Bodenlebewesen zersetzt und die Pflanzen kontinuierlich mit Nährstoffen versorgt werden. Die Länge der Düngewirkung ist abhängig von der Bodenfeuchte und Temperatur. Nach der ersten Düngung Anfang April sollte eine zweite Nachdüngung nach der Blüte im Juli erfolgen. Der rein organische Dünger ist für das Bodenleben am besten und regt die Humusbildung im Boden an.
Ein mineralischer Dünger für Rosen ist im Handel als Rosenvolldünger erhältlich. Alle handelsüblichen Rosendünger verfügen über ein gutes Nährstoffverhältnis an Hauptnährstoffen.
Auf leichten Böden ist eine jährliche Gabe von Urgesteinsmehl sinnvoll. Diese Maßnahme sorgt für den Ausgleich der Spurenelemente und die Bindigkeit des Bodens. Ab Anfang August sollten keine Düngemaßnahmen an Rosen mehr durchgeführt werden.
Bei Rosenneupflanzungen sollte kein Dünger verwendet werden. Im zweiten Standjahr wird das erste Mal Anfang April und das zweite Mal nach der Blüte gedüngt. Bei Frühjahrspflanzungen kann die erste leichte Düngergabe im Juli nach der Blüte erfolgen.
Düngen mit rein mineralischen Düngern wie „Blaukorn" kann nicht empfohlen werden, da die Rosen durch die zu hohe Stickstoffgabe zu mastig wachsen und anfälliger für Rosenkrankheiten und Schädlinge werden.

Warum soll man nicht Rosen nach Rosen pflanzen? Nach oben

Eine alte Gärtnerregel besagt: „Pflanze nie Rose nach Rose!“ Doch was versteckt sich dahinter?
Die Rose ist nach wie vor die beliebteste Gartenpflanze. Eine Rose kann problemlos zehn bis zwanzig Jahre alt werden und immer am selben Standort stehen. Wird diese durch eine andere Rose ersetzt, kann eine Bodenmüdigkeit auftreten. Die Rosenmüdigkeit hat vermutlich folgende Ursachen:
1. Rosen entziehen über Jahre dem Boden einseitig Nährstoffe und Spurenelemente. Dies kann nicht allein durch Düngergaben ausgeglichen werden.
2. Wurzelausscheidungen und Wurzelreste der bereits gerodeten Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die sich auf junge, nachfolgende Rosen wuchshemmend auswirken.
3. Wurzelsaugende kleinste Fadenwürmer (Nematoden), auch Älchen genannt, die sich auf Rosen spezialisiert sind, haben sich über die Jahre im Boden vermehrt und ausgebreitet. Sie schädigen vor allem die jungen Wurzeln der Neupflanzungen.
Folgende Maßnahmen gegen die Bodenmüdigkeit sind ratsam:
1. Bodenaustausch. Dazu muss eine Pflanzgrube von mindestens 50x50x50cm ausgehoben und mit frischem Pflanzsubstrat gefüllt werden.
2. Ringelblumen und Tagetes sind sehr gute Bodenverbesserer und reduzieren schädigende Wurzelälchen. Diese Sommerblumen sollten mindestens einen Sommer auf der Fläche stehen.
3. Bodenverbessernde Substrate mit Bodenbelebungsmitteln sind im Handel erhältlich. Sie enthalten spezifische Bakterien, aber auch Pilze, die die Nährstoff- und Wasseraufnahme der Wurzeln verbessern.
4. Rosen sollten stets in Kombination mit Stauden gepflanzt werden. Falls Rosen entnommen werden, können die neuen an die Plätze der Stauden rücken. Die gerodete Rosenfläche kann wieder mit Stauden bepflanzt werden.

Welche Rosen sind für den Hausgarten empfehlenswert? Nach oben

Bei der großen Auswahl von Rosensorten kauft der Hobbygärtner schnell die falsche Rose für seinen Garten und hat dann bereits im Sommer einen Strauch ohne Laub. Die Ursache dafür können Pilzkrankheiten wie Echter Mehltau, Sternrußtau oder der Rosenrost sein. Damit auch Gärtner ohne regelmäßigen Pflanzenschutz Freude an üppig blühenden Rosen haben, testen der Bund deutscher Baumschulen und Rosenzüchter gemeinsam mit dem Bundessortenamt neue Sorten auf ihre Widerstandsfähigkeit, Winterhärte, Reichblütigkeit, Duft oder Wuchsform. An elf Standorten werden zurzeit Rosen bei der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung
(ADR) anhand verschiedener Merkmale getestet und bewertet. Die Rosensorten, die diesen „Rosen-TÜV“ bestanden haben, sind hoch bis sehr hoch widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten. Auf dem Sortenetikett ist auf das ADR-Zeichen vermerkt. Durch Fortschritte in der Züchtung ist das Sortiment gesunder Rosen-Neuheiten enorm gewachsen. Da man einer Rose ihre Gesundheit nicht gleich ansehen kann, haben sich einige Rosenanbieter entschlossen, die Blattgesundheit einer Rose in den Rosenkatalogen und auf den Stecketiketten in Form einer Sternebewertung zu deklarieren. Die Anzahl der vergebenen Sterne lässt auf die Blattgesundheit schließen.
Beim Rosenkauf ist darauf zu achten, dass die Rosentriebe bzw. Blätter einen gesunden, kräftigen Eindruck machen und keine Blattflecken aufweisen. Bei wurzelnackten Rosen wird in A- und B-Qualität unterschieden. Rosen in A-Qualität sollten mindestens drei kräftige Triebe besitzen, zwei davon sollten aus der Veredelungsstelle kommen. Bei Rosen in B-Qualität sollten zwei kräftige Triebe vorhanden sein. Bei beiden Qualitäten müssen die Wurzeln kräftig, gut verzweigt und unbeschädigt sein.
Beim Kauf von Containerrosen sollte man darauf achten, dass der Container durchwurzelt ist.
Egal ob wurzelnackte Rosen, Rosen mit Drahtballen oder Containerrosen ist bei der Pflanzung darauf zu achten, dass die Veredlungsstelle immer 5 cm unterhalb der Erde liegt. Nur so gepflanzte Rosen können sich immer wieder aus der Basis regenerieren. Der ideale Standort für die meisten Rosen ist ein sonniger und luftiger Platz.

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